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Herzlich Willkommen bei Wohnung-zu-Mieten24.de. Hier finden Sie Tipps und Hinweise rund um das Mieten einer Wohnung.

Vorüberlegungen und generelle Tipps

Der allererste Schritt bei dem Vorhaben Umzuziehen ist die Abstimmung der Rahmenbedingungen wie der eigenen Wünsche. In welchem Stadt- oder Ortsteil soll die neue Mietwohnung liegen? Was sollte sich unbedingt in der unmittelbaren Nachbarschaft befinden? Eine Schule oder ein Kindergarten wären hier nur zwei Überlegungsbeispiele. Welche Größe soll sie besitzen? Was ist mir wichtig? Bad mit Wanne und Fenster oder reicht eine Dusche aus? Balkon? Und das Wichtigste überhaupt: Was lässt mein Budget zu? Der persönliche Geschmack ist ebenso einer der wichtigsten Faktoren. Nicht jeder mag beispielsweise eine amerikanische (offene) Küche. Auch die Wohnungsart sollte im Vorfeld so gut wie fest stehen. Ob Maisonette, Dachgeschoss oder Erdgeschoss kann bei der Suche ein sehr wichtiges Kriterium sein.

Um den persönlichen Geldbeutel nicht zu sehr zu strapazieren, gibt es einen einfachen Merksatz, der bei der Berechnung der "richtigen" Miethöhe inklusive der Nebenkosten behilflich ist: Die Kosten für eine Wohnung sollten 1/3 des eigenen Nettoeinkommens nicht übersteigen. Zudem sollte die Suche der neuen Wohnung nicht erst im letzten Moment angefangen werden, sondern wenn ein ungefährer Zeitraum feststeht, sollte sofort mit den Überlegungen zu den Wünschen und Vorstellungen begonnen werden. Denn je nach Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt kann es schon eine ganze Weile dauern, bis die wirklich richtige Wohnung gefunden wird. Um einen guten Eindruck bei der Besichtigung zu hinterlassen und bei weiterem Interesse eventuelle Mitbewerber auszustechen, sollte nicht vergessen werden zum Besichtigungstermin bereits alle relevanten Unterlagen, wie zum Beispiel Selbstauskunft und Personalausweis mitzunehmen.

Die Suche nach Ihrer neuen Wohnung

Nachdem die Vorstellungen und Bedürfnisse zumindest im Groben abgeklärt sind, stehen viele Varianten der Suche nach Ihrer neuen Mietwohnung zur Verfügung. Die gängigste ist in der heutigen Zeit wahrscheinlich die Suche über das Internet und den unzähligen Immobilien-Portalen. Hierbei sollte das Budget jedoch für das Suchfeld ein bisschen angehoben werden. Liegt die gewünschte Kaltmiete zum Beispiel bei 300,00 Euro werden Angebote, die auch nur mit einem Euro darüber liegen bereits nicht mehr berücksichtigt und bei den Ergebnissen auch nicht angezeigt. Die nächste Variante ist einfach mit offenen Augen durch die gewünschte Wohngegend zu spazieren. Denn oft hängen in den Fenstern von leeren Wohnungen die Kontaktdaten der Vermieter oder der dafür beauftragten Personen. Und auch bei Kleinanzeigen lässt sich im Internet wie in der normalen Tageszeitung so einiges aufspüren.

Makler

Der Makler dient als Vermittler zwischen dem Vermieter und dem Mieter. Viele handeln mit Alleinauftrag, das bedeutet, dass allein dieser Makler berechtigt ist die Wohnung zu bewerben, Besichtigungen in der Wohnung durchzuführen und im Anschluss zu vermieten. Als Entschädigung für seinen Aufwand und die Kosten der Werbung erhält er eine Maklercourtage beziehungsweise Maklerprovision. Einige potenzielle Mieter denken, dass der Makler derjenige ist, der das meiste Geld mit einer Vermietung einnimmt. Doch der Courtage werden die Werbungs-, Sprit- und Aufwandskosten entgegengerechnet. Das bedeutet, dass die Provision nicht gleich dem Gewinn zu werten ist, sondern lediglich zum Umsatz zählt.

Privatvermietung

Ein Eigentümer einer Mietwohnung oder eines Mehrfamilienhauses kann seine Immobilie auch eigenständig vermieten und ist nicht gezwungen, die Hilfe eines Maklers in Anspruch zu nehmen. Privatvermieter kennzeichnen dies oft in Kleinanzeigen mit "von privat". Der Unterschied zur Vermietung durch einen Makler besteht darin, dass keine Maklercourtage gezahlt werden muss. Die Terminvereinbarung und Besichtigung erfolgt direkt mit dem Eigentümer. Mit ihm werden auch die Feinheiten besprochen und die Verträge unterzeichnet. Dabei kommen meistens Standardmietverträge zum Einsatz, die jeder als fertige Formulare im Handel käuflich erwerben kann.

Terminvereinbarung

Bei der Terminvereinbarung mit einem privaten Vermieter ist es meist problematisch, dass dieser, wenn er ebenso berufstätig ist, nur in den Abendstunden Zeit für eine Besichtigung findet. Ein Makler hingegen kann flexibel und zeitnah Besichtigungen durchführen, da dies zu seinem täglichen Arbeitsablauf gehört. Oft sind mit ihm auch Besichtigungen am Wochenende möglich. Bei der Einigung auf einen Tag und die Uhrzeit sollte sichergestellt sein, dass zu der vereinbarten Zeit auch wirklich nichts dazwischen kommt. Denn nichts ist schlimmer als einen Termin einfach platzen zu lassen. Ist es aber doch notwendig, dass der Termin aus wichtigen Gründen verschoben werden muss, sollte der Makler oder der private Vermieter umgehend informiert werden. Daher ist es ratsam, bereits bei der Terminvereinbarung die Handynummern und andere wichtige Kontaktdaten auszutauschen.

Die Besichtigung

Ist ein Termin gefunden empfängt derjenige, der die Besichtigung durchführt, den Interessenten meist direkt vor Ort. Er wird ihm alles zeigen, angefangen von dem Gebäude an sich, über den Keller, eventuellen Waschräumen, Garagen, zur Wohnung gehörenden Gartenanteilen und natürlich der Mietwohnung selbst. Bei der Begehung der Wohnung sollte jeder die Möglichkeit nutzen, aufkommende Fragen zur Wohnung wie über vorhandene Anschlüsse, dem Waschmaschinen- und Fernanschluss oder auch dem Anliegen und der Nutzung von DSL, zu stellen. Daher sollte sich jeder potenzielle Mieter bereist vor der Besichtigung Gedanken über benötigte Anschlüsse machen. Ebenso ist es wichtig, eine Einschätzung über die Nachbarschaft zu erhalten. Um welches Klientel handelt es sich? Wie ist der Altersdurchschnitt? Diese und weitere Fragen beantwortet ein seriöser Makler in der Regel sehr gern, denn als Vertreter des Eigentümers liegt es auch in seinem Interesse, dass die Mieterstruktur eine Einheit bildet und es keine Konflikte gibt.

Der Mietvertrag

Bereits bei der Besichtigung sollte in Erfahrung gebracht werden, bis wann der Makler oder der Vermieter eine Entscheidung benötigt, denn noch können andere Interessenten einem zuvorkommen. Bei dieser Gelegenheit sollte auch gleich abgeklärt werden, ob es sich um eine befristete oder eine unbefristete Vermietung handelt. Sind sich beide Parteien einig, geht es an die Unterzeichnung des Mietvertrages. Dessen Bestandteile sind im Grunde immer gleich. Es werden die Daten der beiden Parteien erfasst, die Adresse, Wohn- und Nutzfläche inklusive der Auflistung der einzelnen Räume der Wohnung und eventuellen Nebenräumen wie Keller oder Gemeinschaftsräumen sowie Garagenstellplätze im Detail festgehalten. Auch die Grundmiete, oft als Nettokaltmiete bezeichnet und die veranschlagten Nebenkosten werden im Mietvertrag verankert.

Maklercourtage / Maklerprovision

Ist alles unter Dach und Fach wird die Maklercourtage fällig. Begründung dafür ist, dass die vermittelnde Tätigkeit des Maklers zum Vertragsabschluss geführt hat. Die maximale Höhe der Provision oder auch Courtage wird vom Gesetzgeber durch das "Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (kurz WoVermRG genannt) vorgegeben. Es besagt, dass maximal zwei Monatskaltmieten als Courtage angesetzt werden dürfen. Nachzulesen ist das Gesetz im BGB, § 3 Abs. 2 Satz 1 WoVermRG. Ebenso ist es dem Vermittler untersagt, noch zuzüglich Bearbeitungsgebühren oder andere Leistungen dem Mieter in Rechnung zu stellen. Meist ist die Courtage bei gegenseitiger Sympathie auch verhandelbar. Sollte dies nicht möglich sein, da der Makler bereits sehr viel in Werbung investieren musste, können weitere Absprachen wie die kostenfreie Nutzung der Wohnung vor offiziellem Mietbeginn für die Zeit des Umzuges vereinbart werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Nebenkosten wie Strom und Wasser auch in diesem Zeitraum berechnet werden.

Kaution

Die Mietkaution, auch Mietsicherheit genannt, erhält der Vermieter meist noch vor dem Einzug. Oft wird hierzu mit Hilfe des Maklers ein Kautionskonto bei einer Bank, die frei gewählt werden kann eröffnet. Dort zahlt der zukünftige Mieter die Kaution ein. Laut BGB § 551 darf diese nicht höher als drei Kaltmieten ausfallen. Meist handelt es sich um eine bis zwei Nettokaltmieten. Das Geld dient dazu, den Vermieter vor Wohnungsbeschädigungen, die dem Mieter zulasten gelegt werden zu schützen. Nach Ende des Mietverhältnisses wird sie dem Mieter wieder ausbezahlt, es sei denn, der Mieter hat gravierende Beschädigungen hinterlassen oder noch offene Forderungen wie die Nebenkosten nicht begleichen. In Einzelfällen kann sie ebenso zur Tilgung noch offenerer Mietschulden genutzt werden. Dies liegt jedoch im Ermessen des Vermieters, da der Gesetzgeber eine solche Nutzung an sich nicht vorsieht.

Die Übergabe / Mietbeginn

Auch wenn eine vorzeitige Nutzung der Wohnung in der Zeit des Umzuges vereinbart wurde, wird im Vorfeld ein Übergabeprotokoll erstellt, das der Makler oder der Vermieter und der neue Mieter unterzeichnen. Darin werden schriftlich alle eventuellen Mängel oder nötige Reparaturen festgehalten. Es dient zum einen dazu den Mieter davor zu schützen, dass ihm bei einem späteren Auszug keine Schäden zur Last gelegt werden, die bereits bei Einzug vorhanden waren. Zum anderen erhält der Vermieter dadurch einen Überblick über bald nötige Instandsetzungen oder Reparaturen. Das beugt eventuellen Rechtsstreitigkeiten vor und sollte besonders vom Mieter nicht nur unterzeichnet, sondern auch genau gelesen werden. Auch die Zählerstände (Kalt- und Warmwasser, Heizung und Strom) werden im Übergabeprotokoll festgehalten. Um diese nicht nur schriftlich sondern auch bildlich festzuhalten, können die Zählerstände auch mit einen Fotoapparat oder dem Handy abfotografiert werden und dem Übergabeprotokoll beigelegt werden.

Möbelkauf

Wer sich aufgrund von Vergrößerung oder wegen Umzugsschäden neu einrichten muss und kann, der sollte sich nicht nur Gedanken über das Aussehen der Einrichtung machen, sondern alle Räume auch sehr genau ausmessen. Ein in der Planung falsch gemerkter Zentimeter kann manchmal zu einem Desaster führen. Hierbei sollten ebenso die Tiefen der neuen Möbel beachtet werden, ein kleinerer Raum wirkt schnell zugestellt, wenn die neuen Möbel zu tief hineinragen. Besonders bei der Küche sollte Sorgfalt herrschen. Muss eine neue gekauft werden, ist es zu empfehlen ein Fachgeschäft mit kompetenter Beratung aufzusuchen. Denn in dem Fall eines Planungsfehlers wird schnell klar, das Geiz manchmal eben doch nicht geil ist. Abgesehen davon wäre es von Vorteil gleich die Anlieferung der neuen Möbel zu vereinbaren.

Umzugsunternehmen

Bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmens ist es nicht nur wichtig die Preise zu vergleichen, sondern auch, ob es nicht eventuell günstiger wäre selbst einen kleinen Transporter anzumieten. Wer über genügend starke Arme im Freundeskreis verfügt wird finanziell mit Sicherheit entlastet. Allerdings trägt er dann auch komplett selbst die Verantwortung für Transportschäden. Steht diese Option jedoch nicht zur Verfügung, sollten die Geschäftsbedingungen genau geprüft werden. Geht beim Transport oder bereits beim Einpacken etwas kaputt oder wird beschädigt, entstehen oft Streitigkeiten was die Schadensbegleichung betrifft. Diese sind nicht nur nervig, sondern können zusätzlich teuer werden, falls es keine außergerichtliche Einigung gibt.

Der Einzug

Wenn beim Einzug durch das Anecken mit den Möbeln beispielsweise etwas in der neuen Wohnung beschädigt wird, seien es Fußleisten, die Türrahmen oder der Bodenbelag, sollte dies zur Kenntnis genommen und nach Möglichkeit dokumentiert werden. Es ist fast schon normal, dass irgendetwas bei einem Einzug in Mitleidenschaft gezogen wird, es muss nur, sobald der Einzug vollzogen ist, dem Vermieter oder der zuständigen Hausverwaltung gemeldet werden. So wird sicher gestellt das der Schaden durch den Vermieter oder die eigene Haftpflichtversicherung reguliert werden kann. Wenn hingegen der Fall eintritt, dass bisher verborgene Mängel auftauchen, die noch nicht im Übergabeprotokoll erwähnt wurden, sollten diese umgehend gemeldet werden bevor sie eventuell mit den Möbeln erneut verdeckt werden und eine spätere Begutachtung dadurch nicht mehr möglich ist.

Elektroanschlüsse

Ganz gleich um welche Anschlüsse es sich handelt, ob Waschmaschine oder Geschirrspüler, alle elektrischen Geräte sollten von einem Fachmann angeschlossen werden, auch wenn dieser ein paar Euro zusätzlich kostet. Der Mieter erhält dadurch eine Gewährleistung. Sollte etwas aus Versehen falsch gepolt sein, kann die beauftragte Firma in Rechenschaft gezogen werden. Im schlimmsten Fall, falls es zu erheblichen Schäden wie durch einen Brand verursacht kommt, wird auch dem Vermieter der Schadensersatz durch das Handwerksunternehmen und dessen Versicherung beglichen. Bei nicht fachgerechter Montage durch einen Freund, der nicht über die nötige Qualifikation verfügt, kann in einem solchen Fall auch der Mieter belangt werden.

Einwohnermeldeamt

Nachdem alles in der neuen Wohnung aufgebaut und verstaut ist, muss die neue Adresse auf sämtlichen Ausweisdokumenten geändert werden. Dies sollte persönlich erfolgen, da die neue Adresse meist sofort auf die Ausweisdokumente übertragen wird. Daher müssen auch alle Pässe mitgenommen werden, wie der Reisepass. Die Ummeldung ist in sehr vielen Bundesländern kostenfrei, ein paar erheben allerdings geringe Gebühren. Zu beachten ist hierbei, dass eine Ummeldung der Anschrift binnen einer Woche, in manchen Gemeinden auch zwei Wochen erfolgen muss. Ansonsten kann das Einwohnermeldeamt eine Strafe von bis zu 500,00 Euro verhängen. Erfahrungsgemäß erteilen die Mitarbeiter bei einer Überschreitung von wenigen Tagen allerdings nur eine mündliche Verwarnung.

Postnachsendeauftrag

Bei der Deutschen Post kann ein Nachsendeauftrag von der alten zur neuen Adresse in Auftrag gegeben werden. Das funktioniert ganz einfach: Bei der Post muss der "Nachsendeservice" gebucht werden. Dazu sind lediglich beide Adressen notwendig. Eine Legitimation ist nicht erforderlich. Gebucht werden kann dieser Dienst im Zeitraum von sechs oder zwölf Monaten. Der Zeitpunkt zur Auftragserteilung sollte zwei bis drei Wochen vor dem Einzug in die neue Wohnung liegen. Spätestens jedoch fünf Tage davor. Die Preise liegen zurzeit bei einmalig 15,20 Euro für sechs und ebenso einmalig 25,20 Euro für zwölf Monate. Ratsam ist es trotzdem, den alten Briefkasten, wenn er noch mit dem Namen beschriftet ist, eine Zeit lang regelmäßig aufzusuchen und bei Gelegenheit dem Postzusteller mitzuteilen, dass demnächst ein Umzug erfolgen wird. Der Auftrag kann bei der Post nach Ablauf verlängert werden.

Umzug der Festnetznummer

Nicht nur die Möbel und das Hab und Gut ziehen um. Auch die Festnetznummer wechselt ihren Standpunkt. Ein solcher Standortwechsel sollte dem jeweiligen Anbieter schnellstmöglich gemeldet werden. Ebenso verhält es sich mit einem bereits vorhandenen Internet- oder auch Fernsehanschluss. Wichtig hierbei ist es vorher zu wissen, ob in der neuen Wohnung bereits ein Anschluss vorhanden ist und ob der bisherige Anbieter dort auch anliegt. Ist ein einfacher Umzug möglich, müssen mit dem Anbieter die Termine abgestimmt werden, damit auch alles anliegt und funktioniert sobald der Umzug abgeschlossen wurde. Wenn nicht, hätte dies einen Anbieterwechsel und somit Kündigungen und Neuverträge zur Folge. Kaum ein Anbieter sieht Umzug als Sonderkündigungsgrund an. Daher könnte es passieren, dass Telefon und Internet bis zum Auslaufen des alten Vertrages doppelt bezahlt werden müssen, auch wenn sie nur in der neuen Wohnung genutzt werden.

Nebenkostenabrechnungen / Betriebskosten

Die Abrechnung der Betriebs- und Nebenkosten müssen vom Vermieter oder der Hausverwaltung bis spätestens Ende des 12. Monats beim Mieter eingegangen sein. Geschieht dies nicht, kann der Eigentümer laut BGB § 556 Absatz 3 seinen Anspruch auf eine eventuelle Nachzahlung verlieren. Im Gegenzug muss der Mieter eventuelle Falschabrechnungen binnen zwölf Monaten dem Vermieter am besten schriftlich melden. Wird diese Frist versäumt, können Fehler nicht mehr gerügt werden und die Abrechnung ist somit bindend und rechtskräftig.

Mieterhöhungen

Prinzipiell gesehen müssen zwischen Mieterhöhungen mindestens zwölf Monate liegen, es sei denn, es handelt sich um Erhöhungen wegen Modernisierung oder Veränderungen in den Betriebskosten. Ausgenommen von diesen beiden Gründen müssen sich Vermieter und Mieter jedoch gemeinsam auf die Erhöhung einigen. Das bedeutet, dass auch der Mieter einverstanden sein muss. Ist er dies nicht, kann der Vermieter die Zustimmung einklagen. Kündigen hingegen, um seine Mieterhöhung trotz des Widerspruchs des Mieters durchzusetzen kann er jedoch nicht. Der Mieter allerdings hat ein Sonderkündigungsrecht. Bei einer Erhöhung aufgrund von Modernisierungsarbeiten ist es wichtig zu wissen, dass diese nicht höher als 11% des Modernisierungsaufwandes betragen darf. Zudem muss sich nach Beendigung der Arbeiten der Wohnwert spürbar erhöhen und zum Beispiel Energieeinsparungen hervorrufen. Bei Veränderungen für die der Vermieter nicht verantwortlich ist, wie der Umstellung von Stadt- auf Erdgas beispielsweise, spielt der Wohnwert keine Rolle.

Die Hausordnung

In manchen Mehrfamilienhäusern ist es noch üblich, dass jeder Mieter in einem bestimmten Rhythmus selbst die Hausordnung übernimmt. Im Hausflur hängt dazu ein Plan aus, in dem die Namen und die Zeiten der jeweiligen Mietparteien eingetragen sind. Nach Durchführung der Arbeiten muss dies im Plan mit der Unterschrift bestätigt werden. Meist ist damit die große Hausordnung, also die Reinigung des (Dach)Bodens, dessen Zugängen, ggf. des Aufzugs, der Kellergänge, des kompletten Treppenhauses und der Hauseingangstür gemeint. Die kleine Hausordnung hingegen umfasst lediglich die Sauberhaltung des Treppenhauses. In Gebäuden, die von einer Hausverwaltung betreut werden ist meist ein Hausmeister für die Hausordnung zuständig. Seine Arbeiten muss er ebenso in einem für die Mieter gut sichtbar ausgehängtem Plan quittieren. Der Mieter ist somit von diesen Arbeiten befreit. Die Kosten für den Hausmeister werden in entsprechendem Fall anteilsmäßig auf alle Mieter verteilt und über die Betriebskosten abgerechnet. Ebenso kümmert er sich im Winter um die Beräumung der Gehwege von Schnee und Eis.

Kleine Veränderungen und Schönheitsreparaturen

Wenn Reparaturen anstehen oder der Austausch von zur Wohnung gehörenden Elementen wie Zierleisten oder den Armaturen notwendig ist, muss dies dem Vermieter oder der Hausverwaltung gemeldet werden. Diese beauftragen dann ein entsprechendes Unternehmen zur Umsetzung. Sollte es jedoch etwas geben, dass persönlich stört und geändert werden muss wie die Versetzung eines Heizkörpers zum Beispiel, so muss nicht nur die Genehmigung dafür eingeholt werden, sondern die Kosten dafür trägt ganz allein der Mieter, selbst dann wenn der Vermieter bei einem späteren Auszug den Nutzen einer Verbesserung der Wohnsituation hat.

Pflichten außerhalb des Mietvertrages

Der Mietvertrag könnte als Leitfaden für die Pflichten verstanden werden. Doch er regelt längst nicht alles. Eine Wohnung darf nur im "üblichen" Sinne genutzt werden. So benötigt das weitverbreitete "Abstellen" von Schuhschränken, Pflanzen oder gleich den Schuhen im Hausflur eine separate Einwilligung des Vermieters. Bis auf eine Fußmatte vor der Wohnungstür benötigt eigentlich alles eine Einwilligung. Das Abstellen von Kinderwagen zum Beispiel muss tagsüber auch von den Nachbarn geduldet werden, wenn der Kinderwagen nicht ohne weiteres in die Wohnung transportiert werden kann und niemand dadurch eingeschränkt wird. Ist dies jedoch möglich, besteht keine Grundlage für andere Mieter diesen Zustand zu akzeptieren. Fahrräder sollten nie über einen längeren Zeitraum im Treppenhaus abgestellt werden, auch nicht über Nacht und an einer vermeintlich unbedenklichen Stelle.

Wenn etwas passiert

Ein entstandener Schaden muss neben dem Vermieter auch der eigenen Haftpflichtversicherung gemeldet werden. Die Haftpflicht reguliert Schäden die an der Wohnung entstehen. Allerdings nur jene, die nicht dem üblichen Gebrauch zuzuordnen sind. Ein Beispiel hierfür ist ein Wasserschaden, der durch das Überlaufen der Badewanne verursacht wurde. Wichtig hierbei ist es im Vorfeld abzuklären, ob bereits eine Versicherung besteht und ob sie einen Selbstkostenanteil inkludiert. Schüler und Auszubildende beispielsweise sind meist noch über die Haftpflicht der Eltern mitversichert, auch wenn sie in eine eigene Wohnung ziehen. Ebenso wichtig wie die Haftpflichtversicherung ist es eine Hausratversicherung abzuschließen, wenn noch keine besteht. Diese haftet für Schäden an Möbeln und eben allem was sich in der Wohnung befindet, außer Personen. Bei einem Diebstahl zum Beispiel greift die Hausrat- und nicht die Haftpflichtversicherung.

Laut Gesetz erlaubt ...

Es gibt einige Dinge, die der Vermieter einfach nicht verbieten kann, auch wenn er es gern tun würde. So ist das Rauchen in einer Mietwohnung prinzipiell gestattet. Das einzige was bei übermäßigem Rauchen passieren kann, sind Schadensersatz Ansprüche, die der Vermieter stellt. So sind Raucher bei Auszug verpflichtet die Kosten für verfärbten Dekor wie Stuck zu übernehmen. Das Rauchen im Treppenhaus hingegen kann vom Vermieter verboten werden. Feiern, die im Rahmen stattfinden benötigen hingegen weder die Erlaubnis des Vermieters, noch sind sie meldepflichtig. In der Gesetzsprache heißt dies " Aktivitäten, die den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache nicht beeinträchtigen", können nicht verboten werden. Allerdings sollten die Nachbarn des Frieden Willens doch kurz über die anstehende Party informiert werden. Was das Grillen auf dem Balkon angeht, so ist dies meist mit einem Elektrogrill laut Hausordnung gestattet. Holzkohlegrills sind jedoch aufgrund der Rauchentwicklung und dem Abzug zu darüber liegenden Mieteinheiten in der Nutzung untersagt. Das Bayrische oberste Landgericht hat dazu entschieden, dass der Grillende sicherstellen muss, dass Essensgerüche ausschließlich nur in einem zumutbaren Zustand in andere Wohnungen des Hauses hineinziehen dürfen und der Rauch von Holzkohle überhaupt nicht in die Wohnungen der Nachbarn ziehen darf.

Tierhaltung

Meist ist es im Mietvertrag geregelt ob Haustiere gehalten werden dürfen oder nicht. Auch die Tierart kann genau geregelt sein. In einigen Fällen ist es zudem notwendig im Vorfeld die Einwilligung des Vermieters einzuholen, selbst dann, wenn Kleintiere laut Vertrag erlaubt sind. Laut Urteil des BGH vom 14.11.2007 (Aktenzeichen: VII ZR 340/06) darf ein Vermieter die Haltung von Kleintieren nicht prinzipiell verbieten. Auch wenn dies im Mietvertrag so geregelt wurde, ist diese Klausel laut diesem Urteil unwirksam. Unter die Bezeichnung der Kleintiere fallen beispielsweise Hamster, Zierfische und Meerschweinchen. Vom Prinzip her also alles, was in einem geschlossenen Behälter artgerecht gehalten werden kann und nicht frei in der Wohnung umherläuft. Allerdings auch nur, wenn diese in "üblicher Zahl", das heißt nicht zu Zuchtzwecken oder in Massen gehalten werden. Katzen und Hunde werden demzufolge nicht als Kleintiere angesehen, ganz gleich welcher Rasse sie angehören und benötigen auf jeden Fall die Genehmigung des Vermieters. Besondere Tierarten wie Reptilien benötigen diese Einwilligung nicht, wenn sie wie Hamster beispielsweise in einem Terrarium gehalten werden können. Dies gilt allerdings nicht, wenn Großteile der Wohnung oder der Balkon dafür zu einem riesigen Terrarium umfunktioniert werden müssen.

Die Nachbarschaft

Bei einem Neueinzug sollte gleich jede Begegnung mit den neuen Nachbarn genutzt werden, um einen guten und positiven Eindruck zu hinterlassen, selbst in der größten Hektik sollte daher eine freundliche Begrüßung und ein nettes Lächeln machbar sein. Nachbarschaftshilfe wird jeder einmal benötigen, daher sollten die Kontakte im Haus, auch wenn sie rar sind, bei jeder Gelegenheit gepflegt werden. Es gibt viele Situationen in denen ein kleiner Smalltalk erfolgen kann, spätestens Samstag früh beim Bäcker ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der eine oder andere Nachbar einem über den Weg läuft. Am bestens ist es, kurz nach dem Einzug einen Aushang mit einer kurzen Vorstellung und vielleicht einer Einladung zu einem Grillabend, insofern die Möglichkeiten im Hof oder Gartenanteil gegeben sind, auszusprechen. Wenn jeder der teilnimmt etwas dazu beisteuert, werden nicht nur die Kosten im Rahmen gehalten, auch die Themen für erste Gespräche werden automatisch mitgebracht.

Die Kündigung

Bei der Kündigung der Wohnung durch den Mieter ist es wichtig zu wissen, dass die alte Regelung, dass Mieter und Vermieter die gleichen Kündigungsfristen besitzen nicht mehr für alle Mieter wirksam ist. Laut BGB §573 c ist der Mieter unabhängig von seiner Mietdauer berechtigt, immer mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Wenn der Mietvertrag jedoch vor dem 01.09.2011 abgeschlossen wurde, gelten je nach individueller Vereinbarung noch die alten und längeren Kündigungsfristen. Bei einem Mietvertrag auf Zeit gilt dies allerdings prinzipiell nicht. Erfolgt die Kündigung durch den Vermieter, so muss dieser bei einer Überlassungsdauer von vier Jahren eine Frist von drei Monaten gewährleisten. Ab sechs Jahren des Wohnens sind es sechs Monate und ab neun Jahren Mietung neun Monate Kündigungsfrist. Bei möbliert angemietetem Wohnraum kann mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Wohnraum Teil einer vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung ist und nicht an eine Familie vermietet wurde.

Der Auszug

Wenn die Kündigungsfrist eingehalten und auch von beiden Seiten akzeptiert wurde, erfolgt vom Prinzip her das gleiche wie beim Einzug. Nur in umgekehrter Reihenfolge. Ist die Wohnung geräumt werden die Stände sämtlicher Zähler wieder protokolliert. Dieses Mal in einem Abnahmeprotokoll. Ebenso neue Schäden, die beim Einzug noch nicht vorhanden waren werden aufgelistet. Sollte es zu einer Forderung seitens des Vermieters zum Schadensersatz kommen, reguliert dies die Haftpflichtversicherung. Es ist gesetzlich übrigens nicht vorgeschrieben, dass bei einem Auszug vorgerichtet werden muss. Die Wohnung, also auch die Farbe der Wände, sollte allerdings im gleichen Zustand wie beim Einzug sein. Wenn die Möglichkeit besteht, können auch mit dem Nachmieter Absprachen getroffen werden. Gefällt diesem zum Beispiel die Wandfarbe, kann er sie übernehmen ohne dass der Altmieter neu streichen muss.